151

Bildung von Armut entkoppeln

Bildung von Armut entkoppeln
infodienst-Magazin für kulturelle Bildung sucht neue Zugänge

Soziale Herkunft und Bildungschancen hängen bei uns in Deutschland stark voneinander ab. Wer hier in Armut aufwächst, hat einen deutlich geringeren Bildungserfolg als diejenigen, die ökonomisch gut gestellt sind. Die aktuelle PISA-Studie hat dies gerade wieder belegt. Ihr Befund ist in mehrfacher Hinsicht alarmierend. Zum einen hängt Bildungserfolg viel stärker von äußeren Faktoren als vom persönlichen Potenzial ab. Zum anderen zieht Bildungsarmut oft wiederum materielle Armut nach sich, wodurch sich ein negativer Dominoeffekt einstellt. Besonders bitter ist, dass Bildung umgekehrt keineswegs immer ein Weg aus der Armut ist. Insofern verharren Bildung und Armut in einer unglücklichen gegenseitigen Abhängigkeit, die längst durchbrochen sein müsste. Nur wo materielle Armut und Bildungsarmut getrennt bekämpft werden, kann Armut von Bildung entkoppelt werden. Solange das nicht der Fall ist, ist es wichtig, alle gezielt zu unterstützen, die unser Bildungssystem benachteiligt. Jugendkunstschulen und Projekte der kulturellen Bildung können hierzu wichtige Beiträge leisten, weil sie allen offenstehen und bei den Stärken der Kinder und Jugendlichen ansetzen. Mit kritischen Beiträgen aus verschiedenen Blickwinkeln nähert sich der aktuelle infodienst dem fragwürdigen Automatismus von Armut und Bildung und zeigt Wege zu mehr Bildungsgerechtigkeit auf.

April 2024. Nr. 151. 48 Seiten, 8 Euro I Inhaltsverzeichnis

 8,00

zurück zur Liste

infodienst abonnieren

infodienst Abonnement

Abonnement

pro Jahr 4 Ausgaben
inkl. Versandkosten

statt
€ 42,20

 30,00